Alle Fallstudien
Finanzierung & Wachstum

Das Unternehmen wuchs.
Die Finanzierung wäre fast gescheitert.

Ein mittelständisches Unternehmen kauft mehrere Verlage und Dienstleistungsunternehmen. Die Strategie ist richtig – aber die Planung zeigt ein Bild, das Banken und Investoren verschreckt. Das Problem liegt nicht im Geschäft, sondern in den Zahlen.

Ergebnis
Neues Eigenkapital eingeworben · Finanzierung stabilisiert · Kapitalstruktur neu aufgestellt

Wachstum durch Zukäufe – und eine wachsende Liquiditätslücke.

Das Unternehmen verfolgte eine klare Strategie: durch gezielte Akquisitionen eine Unternehmensgruppe aufbauen. Mit jeder weiteren Übernahme stiegen jedoch auch Integrationskosten, Investitionen und Restrukturierungsaufwände.

Das operative Kerngeschäft funktionierte. Aber die Kapitalstruktur hielt nicht Schritt. Das Ergebnis: Unterkapitalisierung trotz gesundem Geschäftsmodell.

„Viele Unternehmenskrisen entstehen nicht durch ein schlechtes Geschäftsmodell – sondern weil Einmaleffekte und operative Ergebnisse nicht sauber voneinander getrennt werden."

Die Planung zeigte ein Bild, das nicht stimmte.

Bei der Analyse der Finanzplanung zeigte sich ein zentrales Problem: Integrationskosten, Investitionen, Rationalisierungsaufwände und laufende Betriebskosten wurden gemeinsam dargestellt – ohne Trennung.

Das Ergebnis: Das operative Geschäft wirkte deutlich schwächer als es war. Für Banken und Investoren war die entscheidende Frage nicht zu beantworten: Kann dieses Unternehmen seine Finanzierung langfristig bedienen?

01
Liquidität sofort stabilisieren
Verlängerung von Zahlungszielen, Einsatz von Factoring und Finetrading. Handlungsspielraum schaffen – bevor strukturelle Probleme gelöst werden können.
02
Planung neu strukturieren
Trennung von operativem Geschäft und Einmalkosten. Historische Bereinigung der Zahlen. Investitionen, Transformationskosten und laufende Profitabilität separat ausgewiesen.
03
Finanzierungsfähige Darstellung entwickeln
Die neue Planung zeigt klar: das operative Geschäft ist tragfähig. Die Verluste entstanden aus der Wachstumsphase – nicht aus einem strukturellen Problem.
04
Eigenkapital einwerben – und hebeln
Auf Basis der bereinigten Darstellung wurden Gespräche mit Eigenkapitalinvestoren geführt. Entscheidend war ein weiterer Schritt: Es gelang, eine österreichische Bank von der Tragfähigkeit des Unternehmens zu überzeugen. Die Bank stieg mit einem signifikanten Fremdkapitalhebel ein – und verstärkte damit die Wirkung des neuen Eigenkapitals erheblich.
Das Ergebnis
Neues Eigenkapital. Bankenfinanzierung mit Hebel. Stabile Kapitalstruktur.
Eigenkapital eingeworben
Neue Investoren überzeugt durch transparente, bereinigte Darstellung der Ertragskraft.
Österreichische Bank als Partner
Eine österreichische Bank ließ sich von der Substanz des Unternehmens überzeugen und stieg mit einem hohen Fremdkapitalhebel ein – was die Gesamtfinanzierung deutlich verstärkte.
Kapitalstruktur neu aufgestellt
Solide Basis für die weitere Wachstumsstrategie geschaffen.
Liquidität gesichert
Kurzfristige Maßnahmen verschafften den nötigen Zeitraum für die strukturelle Lösung.
Zentrale Erkenntnis

Transparenz in der Finanzdarstellung ist keine Formalität – sie ist die Voraussetzung für Finanzierung. Banken und Investoren können nur das bewerten, was sie sehen. Wer Einmaleffekte und operative Ergebnisse nicht sauber trennt, unterschätzt den eigenen Wert – und verschließt sich Kapitalquellen.

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