Ein Unternehmer will seine Verlagssparte verkaufen. Die Bilanzen zeigen ein schwaches Geschäft. Aber die steuerliche Optimierung der letzten Jahre hat einen erheblichen Teil des Unternehmenswerts unsichtbar gemacht.
Der Unternehmer hatte seine Jahresabschlüsse über Jahre konsequent steueroptimiert. Aus steuerlicher Sicht war das vollkommen sinnvoll. Für eine Unternehmensbewertung hatte es jedoch erhebliche Konsequenzen.
Die ausgewiesenen Gewinne waren entsprechend niedrig. Das EBITDA lag nahezu auf Höhe des EBIT – weil zahlreiche Investitionen und Entwicklungen unmittelbar als Kosten verbucht worden waren. Die daraus abgeleitete Bewertung: knapp siebenstellig.
Der Unternehmer akzeptierte diese Zahl zunächst – weil sie auf seinen eigenen Bilanzen basierte. Aber diese Zahlen erzählten nur die halbe Wahrheit.
„Ein Steuerberater optimiert für das Finanzamt. Für einen Verkaufsprozess braucht es einen anderen Blick – den betriebswirtschaftlichen."
Im Unternehmen arbeiteten vier Mitarbeiter ganzjährig an einer digitalen Plattform – mit kontinuierlicher Weiterentwicklung, neuen Features, wachsender Nutzerbasis. All das war in den Bilanzen als laufende Kosten erfasst.
Parallel hatte der Unternehmer eine umfassende Transformation des Geschäftsmodells durchgeführt: Abbau des Printbereichs, Aufbau digitaler Kapazitäten. Auch diese Investitionen erschienen nur als Belastung – nicht als das, was sie waren: Aufbau eines neuen, zukunftsfähigen Geschäfts.
Steuerberater optimieren für das Finanzamt – nicht für Käufer. Viele Unternehmer kennen den betriebswirtschaftlichen Wert ihres Unternehmens nicht, weil ihre Bilanzen nicht dafür gemacht wurden. Eine unabhängige betriebswirtschaftliche Analyse kann den Unterschied zwischen einem unterwertigen Verkauf und einem fairen Preis bedeuten.
Steueroptimierte Bilanzen erzählen selten die ganze Geschichte. Der Krisen-Check analysiert Ihre Situation – und zeigt den betriebswirtschaftlichen Wert, der dahinter steckt.