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Unternehmensbewertung

Die Bewertung lag bei knapp einer Million.
Der wahre Wert war über vier.

Ein Unternehmer will seine Verlagssparte verkaufen. Die Bilanzen zeigen ein schwaches Geschäft. Aber die steuerliche Optimierung der letzten Jahre hat einen erheblichen Teil des Unternehmenswerts unsichtbar gemacht.

Ergebnis
Bewertung um 3,2 Mio. € gestiegen · Kaufpreisvorstellung angepasst · Verkaufsprozess läuft

Steuerlich optimiert – betriebswirtschaftlich unterschätzt.

Der Unternehmer hatte seine Jahresabschlüsse über Jahre konsequent steueroptimiert. Aus steuerlicher Sicht war das vollkommen sinnvoll. Für eine Unternehmensbewertung hatte es jedoch erhebliche Konsequenzen.

Die ausgewiesenen Gewinne waren entsprechend niedrig. Das EBITDA lag nahezu auf Höhe des EBIT – weil zahlreiche Investitionen und Entwicklungen unmittelbar als Kosten verbucht worden waren. Die daraus abgeleitete Bewertung: knapp siebenstellig.

Der Unternehmer akzeptierte diese Zahl zunächst – weil sie auf seinen eigenen Bilanzen basierte. Aber diese Zahlen erzählten nur die halbe Wahrheit.

„Ein Steuerberater optimiert für das Finanzamt. Für einen Verkaufsprozess braucht es einen anderen Blick – den betriebswirtschaftlichen."

Investitionen, die als Kosten erschienen – aber Werte geschaffen hatten.

Im Unternehmen arbeiteten vier Mitarbeiter ganzjährig an einer digitalen Plattform – mit kontinuierlicher Weiterentwicklung, neuen Features, wachsender Nutzerbasis. All das war in den Bilanzen als laufende Kosten erfasst.

Parallel hatte der Unternehmer eine umfassende Transformation des Geschäftsmodells durchgeführt: Abbau des Printbereichs, Aufbau digitaler Kapazitäten. Auch diese Investitionen erschienen nur als Belastung – nicht als das, was sie waren: Aufbau eines neuen, zukunftsfähigen Geschäfts.

01
Digitale Plattform separat bewerten
Gemeinsam mit einem Wirtschaftsförderer aus dem Netzwerk wurde die über Jahre entwickelte Plattform erstmals eigenständig bewertet. Ergebnis: siebenstelliges Anlagevermögen.
02
Operative Ergebnisse bereinigen
Investitionen in Plattformentwicklung, Transformationskosten und einmalige Personalmaßnahmen wurden aus dem operativen Ergebnis herausgelöst und separat dargestellt.
03
Echte Ertragskraft sichtbar machen
Nach Bereinigung zeigte das operative Geschäft eine deutlich stärkere Profitabilität – die Basis für eine faire Unternehmensbewertung.
04
Kaufpreisvorstellung neu verhandeln
Auf Basis der bereinigten Analyse wurde die Kaufpreisvorstellung erheblich angepasst. Der Verkaufsprozess läuft mit deutlich verbesserter Ausgangslage.
Das Ergebnis
3,2 Millionen Euro mehr – durch eine andere Perspektive auf dieselben Zahlen.
+3,2 Mio. € Bewertung
Allein durch Bereinigung und Neubewertung – ohne eine einzige operative Veränderung.
Plattformwert aktiviert
Die digitale Plattform wurde als eigenständiger Vermögenswert im Verkaufsprozess sichtbar.
Kaufpreisvorstellung angepasst
Der Unternehmer tritt jetzt mit fundierter Basis in Verhandlungen – nicht mit Steuer-Zahlen.
Verkaufsprozess läuft
Mit verbesserter Ausgangslage und klarem Narrativ für potenzielle Käufer.
Zentrale Erkenntnis

Steuerberater optimieren für das Finanzamt – nicht für Käufer. Viele Unternehmer kennen den betriebswirtschaftlichen Wert ihres Unternehmens nicht, weil ihre Bilanzen nicht dafür gemacht wurden. Eine unabhängige betriebswirtschaftliche Analyse kann den Unterschied zwischen einem unterwertigen Verkauf und einem fairen Preis bedeuten.

Was ist Ihr Unternehmen
wirklich wert?

Steueroptimierte Bilanzen erzählen selten die ganze Geschichte. Der Krisen-Check analysiert Ihre Situation – und zeigt den betriebswirtschaftlichen Wert, der dahinter steckt.